HELP

Hessisches Landschaftspflegeprogramm (HELP)



Rinderherde auf einer Weide vor einer Baumgruppe

Extensive Landnutzungen durch Rinderbeweidung fördert das Hessische Landschaftspflegeprogramm - hier bei Gedern-Ober-Seemen

Das Hessische Landschaftspflegeprogramm (HELP) ist seit 1997 ein Hauptinstrument zur Förderung der umweltschonenden Landbewirtschaftung. Das Programm ist nun fast seit zehn Jahren der Schlüssel zum Erhalt wertvoller Landschaften im Wetteraukreis. Die Erhaltung der an die Europäische Union gemeldeten Flora-Fauna-Habitat-Gebiete soll über vertragliche Vereinbarungen mit den Landnutzern erreicht werden. Daher kommt den Agrarumweltmaßnahmen, zu denen das HELP gehört, eine wichtige Rolle in Naturschutz und Landschaftspflege zu. Ab 2007 wird das HELP im Rahmen des Hessischen Integrierten Agrarumweltprogrammes (HIAP) weitergeführt.

Wie funktioniert HELP?
Durch das HELP sollen extensive Nutzungs- und Bewirtschaftungsformen in der Landwirtschaft erhalten und entwickelt werden. Im HELP werden mit Landwirten Bewirtschaftungsverträge für geeignete Flächen über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Der Landwirt erhält dann eine im Vertrag festgelegte, jährliche Vergütung für die von ihm erbrachte Leistung. Die Finanzierung der Verträge erfolgt zu je 50% aus Mitteln des Landes Hessen und der Europäischen Union.

Was wird in den Verträgen geregelt?
Für die Vertragsflächen werden bestimmte Leistungspakete mit Bewirtschaftungsvorgaben festgelegt, die der Landwirt dann jährlich erbringt. Nach erbrachter Leistung wird die Vergütungssumme ausgezahlt. Die Laufzeit des Vertrages von fünf Jahren ist festgeschrieben und kann nur in Ausnahmefällen verkürzt werden.

Welche Leistungspakete gibt es?
Es gibt drei Leistungspakete für extensive Grünlandnutzung, bei denen auf Düngung, Pflanzenschutz und Bodenveränderung auf der Grünlandfläche verzichtet werden muss. Die Höhe der Vergütung für die Ernteeinbußen richtet sich danach, wie häufig die Fläche genutzt wird. Zu diesen Paketen können Zusatzpakete abgeschlossen werden, z.B. Terminvereinbarungen für die Mahd oder der Verzicht auf Walzen und Schleppen. Ackerextensivierung fördert das Leistungspaket 4: Hier wird auf Düngung und Pflanzenschutz auf der Getreidefläche verzichtet. Das Leistungspaket 5 dient der Entwicklung besonderer Lebensräume und Bewirtschaftungsformen. Dieses Paket wird häufig bei Entbuschungen oder speziellen Artenschutzmaßnahmen eingesetzt.

Da das Programm ab 2007 im Rahmen des Hessischen Integrierten Agrarumweltprogrammes (HIAP) weitergeführt wird, können keine Angebote für das HELP mehr angenommen und keine Neuverträge mehr abgeschlossen werden. Bestehende Verträge werden bis zum Ende der Laufzeit weitergeführt.


Links
Hessisches Integriertes Agrarumweltprogramm (HIAP)


Zuständig
4.2. Landwirtschaft