Arnold: Wir müssen uns dem historischen Erbe des Holocaust stellen
Arnold: Wir müssen uns dem historischen Erbe des Holocaust stellen
Aus Anlass des 67. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 hat Landrat Joachim Arnold dazu aufgerufen, sich dem historischen Erbe des Holocausts bewusst zu stellen.
"In deutschem Namen wurden Taten verübt, von denen man sich nicht hätte vorstellen können, dass Menschen dazu fähig sind. Diese Taten haben uns Nachgeborenen die Unschuld geraubt. Sie stellen uns vor die Verantwortung, mit der Erinnerung an diese Verbrechen umzugehen, sich diesem historischen Erbe zu stellen und es nicht feige zu verdrängen oder gar zu leugnen", fordert der Wetterauer Landrat.
Diese Arbeit müsse bei der jungen Generation begonnen werden. Ein wichtiger Beitrag dazu seien die Fahrten zu den Gedenkstätten des nationalsozialistischen Terrors, etwa Buchenwald, Auschwitz oder Theresienstadt. Hierfür stellt der Wetteraukreis Haushaltsmittel in einem Volumen von 15.000 Euro zur Verfügung. "Trotz der schwierigen Haushaltssituation", so Landrat Arnold, "haben wir noch keinen begründeten Antrag abgelehnt. Jugendliche, die eine solche Studienfahrt unternommen haben, sind für die Einflüsterungen von Rechtsradikalen und deren abstruse Theorien immunisiert. Wer hautnah die Menschenverachtung kennengelernt hat, die in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten geherrscht hat, der weiß seine Stimme zu erheben gegen blinden Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit", ist Arnold überzeugt.
Im vergangenen Jahr besuchten 1.715 Schülerinnen und Schüler bei 29 Studienfahrten Gedenkstätten nationalsozialistischen Terrors. 2010 betrug die Zahl der geförderten Schülerinnen und Schüler 1.700, in den Jahren 2009 und 2008 waren es jeweils rund 1.100.




