Wetterauer Kulturpreis für Varieté-Projekt – Landrat Arnold: Herausragendes Niveau wird belohnt

Wetterauer Kulturpreis für Varieté-Projekt – Landrat Arnold: Herausragendes Niveau wird belohnt

Wetterauer Kulturpreis für Varieté-Projekt – Landrat Arnold: Herausragendes Niveau wird belohnt


Der Wetterauer Kulturpreis des Jahres 2010 geht in diesem Jahr an das Varieté-Projekt Voilà mit der Leiterin Sandra Morgantti der freien Waldorfschule Bad Nauheim. Dies hat der Kreisausschuss des Wetteraukreises auf Vorschlag der Jury für den Kulturpreis des Wetteraukreises beschlossen.


Sandra Morgantti 2

Sandra Morgantti leitet das Varieté-Projekt Voilà an der Freien Waldorfschule in Bad Nauheim.

Der Kreisausschuss folgt damit der Empfehlung der Jury, die vor allem mit dem hohen Niveau des Varieté-Projektes argumentiert hat. "Die Qualität und die Professionalität der Varieté-AG der Waldorfschule reicht weit über das an Schulen übliche Niveau hinaus. Das beweisen die regelmäßigen Auftritte von Jugendlichen der Varieté-AG, etwa beim Neujahrs-Varieté der OVAG und die Tatsache, dass mittlerweile sechs der früheren Absolventen nach dem Abitur an der Waldorfschule die staatliche Artistenschule in Berlin besuchen und mittlerweile auch als Profis auf europäischen Bühnen arbeiten", so der Landrat.

Die Idee, ein Varieté an der Waldorfschule in Bad Nauheim zu gründen, entstand im Jahre 2002. Seither trainieren in der Varieté AG regelmäßig 70 Schülerinnen und Schüler mit einem ganz großen persönlichen Ziel, nämlich raus aus dem Alltag und hinein ins Rampenlicht der Showbühne. Die erste Aufführung fand im Juli des Jahres 2003 statt. Seitdem gibt es im schuleigenen Theaterraum im Sommer regelmäßig Veranstaltungen, die mehr als 2.000 Besucherinnen und Besucher anlocken.

Sandra Morgantti, die jahrelang beim Zirkus Roncalli als Trapezkünstlerin tätig war und jetzt als Sportpädagogin an der Freien Waldorfschule in der Wetterau arbeitet, versteht es hervorragend, Kreativität, Phantasie und Kraft, die im Jugendalter steckt, erkennbar, spürbar und erlebbar zu machen. Unter ihrer Anleitung lernen die Jugendlichen aus sich selbst heraus Phantasiekräfte zu entwickeln, sie lernen Körperbeherrschung und sie lernen sich auf ganz neue Weise kennen. Bestehende Vorurteile werden abgebaut, das gemeinsame Üben schweißt die sehr unterschiedlichen Jugendlichen zusammen. Dabei lernen sie auch mit Konflikten und Krisen umzugehen und Niederlagen zu verarbeiten.

Sandra Morgantti berichtet von Schülerinnen und Schülern, die vormals zurückhaltend und mit wenig Selbstvertrauen ausgerüstet waren. Gerade dieses Selbstvertrauen wurde dadurch aufgebaut, dass sie zu Leistungen geführt werden und diese auch dem Publikum darbieten, die sie selbst vorher nicht für möglich gehalten haben.

Die Verleihung des Kulturpreises soll im Herbst des Jahres stattfinden. Der Veranstaltungsort ist noch nicht ausgewählt, ein genauer Zeitpunkt wird noch bekannt gegeben.


Erstellt am: 2010-09-02