Schuldezernent besucht Schulbaustellen: Friedberg, Niddatal-Assenheim und Nieder-Wöllstadt
Schuldezernent besucht Schulbaustellen: Friedberg, Niddatal-Assenheim und Nieder-Wöllstadt
Naturwissenschaften am Burg-Gymnasium
Mit dem Umzug der Wingertschule nach Bad Nauheim hat sich die Friedberger Schullandschaft verändert. Das nun freigewordene Gebäude dient zukünftig der Johann-Philipp-Reis-Schule, der Helmut-von-Bracken-Schule und der Volkshochschule des Kreises. "Zwar haben wir für diese bedeutende Neuorganisation Haushaltsmittel vorgesehen, mit den zusätzlichen Mitteln aus den Konjunkturprogrammen können wir aber weitere wichtige Sanierungen vornehmen und den Schulstandort im südlichen Stadtgebiet von Friedberg noch attraktiver machen", erklärte Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel, der sich frühzeitig für eine enge Verzahnung von Haushalts- und Sonderinvestitionsmitteln stark gemacht hat.
Die Sanierung des Wingert-Schulgebäudes ist teilweise schon abgeschlossen. Dieser Teil wurde schon von der Johann-Philipp-Reis-Schule bezogen. Andere Teile, wie beispielsweise zwölf Klassen- und Gruppenräume mit Verkehrsflächen, Toiletten und Nebenräumen, die der benachbarten Helmut-von-Bracken-Schule übergeben werden, sind in der Sanierung. Im Bestandsgebäude werden neue Fenster eingebaut und das Dach wird saniert. Der Bau einer Mensa und eines zusätzlichen Mulifunktionsraumes runden das Maßnahmenprojekt an diesem Standort ab. "Aus den Konjunkturprogrammen fließen ca. 1,8 Millionen Euro allein an die Helmut-von Bracken-Schule", so der Schuldezernent.
Aber auch an der Johann-Philipp-Reis-Schule geht es weiter. Nun werden auch die frei geräumten Räume entkernt und saniert. Rund 4,8 Millionen Euro werden hier zum Ende der Baumaßnahmen investiert sein. "Damit wird die Schule wieder in einen zeitgemäßen baulichen Zustand versetzt sein. "Mit den zusätzlichen 23 Schulräumen in der ehemaligen Wingertschule und dem neuen Verwaltungstrakt ist die Berufsschule für die Zukunft erstklassig aufgestellt.
Das Friedberger Burggymnasium, dass als einziges Oberstufengymnasium im Wetteraukreis hohen Zuspruch geniest, hat sich in den letzten beiden Jahren zu einer der modernsten Lehranstalten entwickelt. Die Sanierung der Gebäudesubstanz sowie der derzeit im Bau befindliche zweite Anbau des im letzten Jahr gebauten ersten Bauabschnittes mit Aula, Fach- und Klassenräumen befinden sich vor der Fertigstellung. Das Gebäude wird als Anbau analog zum ersten Bauabschnitt an das vorhandene naturwissenschaftliche Gebäude aus den 60er Jahren erstellt. Der Bau fasst somit die nun hochmodernen naturwissenschaftlichen Räume zusammen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 800.000 Euro.
Auch die Henry-Benrath-Schule im Westen der Kreisstadt profitiert von den zusätzlichen Schulbaumitteln. "Auch hier werden die naturwissenschaftlichen Fachräume im Erdgeschoss komplett saniert und mit der neuesten Innenausstattung eingerichtet. Während am einen Ende der Baustelle noch Decken gehängt und Fußböden verklebt werden, finden am anderen Ende der Einbau der "Medien-Systeme" an der Decke und die Fertigstellung der Räume statt. Aber auch hier geht es weiter, die Erneuerung eines Großteils der Fenster und der Betonfassade wird folgen, erläutert Betschel-Pflügel.
"Schon aus diesen Beispielen werden die Kriterien für unsere Investitionen in unsere Schulen deutlich, die wir uns für die Verwendung der zusätzlichen Mittel gesetzt haben", so der Schuldezernent: wir wollen die Fachräume auf den neuesten Stand bringen und mehr Räumlichkeiten für die Ganztagesbetreuung schaffen. Vor allem wollen wir die Gebäude unserer 89 Schulen energetisch sanieren. Moderne Heizungen und Fenster und eine verbesserte Dämmung der Fassaden und Dächer sind angesichts steigender Energiekosten von besonderer Bedeutung. Landrat Arnold hat in diesem Zusammenhang aber stets auch die Bedeutung für den Klimaschutz betont. Dies kann ich nur unterstützen."
Dies gilt auch für die Geschwister-Scholl-Schule in Niddatal-Assenheim. Hier wurde dank des Konjunkturprogramms die Heizungsanlage auf Holzpelletsfeuerung umgestellt. Durch die Aufstockung des Verwaltungsgebäudes entsteht deutlich mehr Platz für die Ganztagesbetreuung. "Mit rund einer Million Euro haben wir die Grund- Haupt- und Realschule weiter nach vorn gebracht", freut sich Betschel-Pflügel.
Auch an der Fritz-Erler-Schule in Nieder-Wöllstadt gibt es mehr Platz für die Ganztagsbetreuung. Für rund 350.000 Euro entstehen derzeit zwei neue Räume. Zusätzlich werden die Pausengänge saniert. Hierzu stehen 120.000 Euro zur Verfügung.
"Überall wird mit viel Engagement gearbeitet. Insbesondere die Organisation der Arbeitsabläufe und der einzelnen Gewerke erfolgt mit großer Perfektion. Allen Beteiligten gilt mein besonderer Dank", so der Schuldezernent abschließend.
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