Wetterauer Bevölkerungsentwicklung leicht rückläufig
Wetterauer Bevölkerungsentwicklung leicht rückläufig
Die Zahl der Wetterauerinnen und Wetterauer geht leicht zurück. Im vergangenen Jahr wurden 2.367 Kinder geboren, 2.997 Menschen sind in diesem Zeitraum verstorben. Der Bevölkerungsrückgang wäre demzufolge größer, würde die Zahl der Zuzüge nicht über denen der Fortzüge liegen. 17.874 Menschen kamen im vergangenen Jahr neu in die Wetterau, 17.588 haben sie verlassen. Damit profitiert die Wetterau weiterhin von so genannten Wanderungsgewinnen, insgesamt aber nahm die Bevölkerung dennoch um 317 ab. Zum 31. Dezember 2009 lebten exakt 298.179 Menschen in den 25 Städten und Gemeinden des Wetteraukreises. Das sind knapp 1.000 Einwohner oder 0,3 Prozent weniger als zwei Jahre zuvor.
Die Bevölkerungsentwicklung in den Städten und Gemeinden des Wetteraukreises ist dabei allerdings höchst unterschiedlich. In drei Kommunen lag die Zahl der Geburten noch über der der Sterbefälle: Bad Vilbel (326 zu 285), Rosbach (112 zu 91) und Rockenberg (32 zu 28). Alle anderen Kommunen haben einigermaßen ausgeglichene Zahlen bis hin zu Bad Nauheim, wo 227 Geburten 472 Sterbefällen gegenüberstehen. Weil mehr Menschen nach Bad Nauheim gezogen sind, als von dort weg, ist die Einwohnerzahl der Gesundheitsstadt Bad Nauheim dennoch um 67 gestiegen. Ein ähnlich negatives Verhältnis zwischen Geburten und Sterbefällen müssen Nidda (114 zu 205), Ortenberg (68 zu 129) und Ranstadt (33 zu 58) registrieren.
Größte Stadt im Wetteraukreis ist nach wie vor Bad Vilbel, das nicht nur einen Geburtenüberschuss, sondern auch ein positives Wanderungssaldo verzeichnet mit 31.634 Einwohnerinnen und Einwohnern zum 31. Dezember 2009 (plus 178), gefolgt von Bad Nauheim mit 31.084, der Kreisstadt Friedberg mit 27.922 (plus 42) und Butzbach mit 24.967. Auch Karben mit 21.756 und Büdingen mit 21.309 zählen mehr als 20.000 Einwohner. Die kleinsten Kommunen im Wetteraukreis bleiben Hirzenhain 2.803 (minus 62), Kefenrod 2.875 (plus 31) und Glauburg 3.113 (minus 40).
Ein vertiefter Blick in die Statistik zur jeweiligen Bevölkerungszahlen pro Jahrgang zeigt, dass die stärkste Gruppe die der Babyboomerjahre sind, also der in den 60er Jahren geborenen Menschen, die heute ein Alter zwischen 40 und 50 Jahren erreicht haben. Der stärkste Jahrgang ist der von 1966 mit 5.560 Menschen. 1969 sank die Zahl der Geburten auf unter 5.000, bereits 1972 hat sie die Marke von 4.000 unterschritten. 1983 betrug die Zahl der Geburten im Wetteraukreis erstmals unter 3.000, um dann in den späten 80er und frühen 90er Jahren auf über 3.000 anzusteigen. Das war die Zeit als die Babyboomer ihrerseits Familien gründeten. Im Jahr 2000 wurden in der Wetterau letztmals mehr als 3.000 Kinder geboren, seitdem sinkt die Zahl kontinuierlich auf jetzt 2.389.
"Zahlen, die wir sehr genau im Auge haben, nicht zuletzt auch was die Planungen hinsichtlich Schulbedarf und Kinderbetreuungseinrichtungen angeht", erklärt Landrat Joachim Arnold. "Wir können die demografische Entwicklung auch in der Wetterau nicht umkehren, aber wir müssen die Möglichkeiten sie zu gestalten von kommunaler Seite nutzen. Dazu gehört, dass wir kinder- und familienfreundliche Strukturen weiter konsequent ausbauen und fördern. Außerdem kann jeder einzelne in der Wetterauer etwas zur weiteren Verbesserung der Zuzugsquote beitragen, einfach dadurch, dass er die vorhandenen exzellenten Attraktivitäten der Wetterau in Punkto Lebensraum und wirtschaftlicher Prosperität in seinem Bekanntenkreis, auf dem Arbeitplatz und auch im Urlaub in Form von persönlich Erlebtem weiter erzählt." Obwohl in der Wetterau geboren, erkundet Landrat Arnold bei jeder Gelegenheit selbst gerne immer wieder seine Heimat und berichtet über neu entdecktes. "Wir in der Wetterau können uns glücklich schätzen, dass wir eine Heimat haben, die große Vielfalt bei höchster Qualität bietet und dadurch niemals langweilig wird. Eine Wetterau, die sowohl erholsam als auch geschäftig ist. Erholsam im Sinne von vielen familiengerechten Freizeitangeboten und wohltuenden Genüssen des Lebens außerhalb der Hektik der Großstadt. Geschäftig aber dennoch sowohl wegen der kurzen Wege zu den Arbeitsplätzen in Frankfurt als auch wegen der eigenen wirtschaftlichen Prosperität.", so Arnold abschließend.




