Einrichtungsleiter des Diakoniewerks Elisabethhaus Bad Nauheim ausgezeichnet
Einrichtungsleiter des Diakoniewerks Elisabethhaus Bad Nauheim ausgezeichnet
Von links nach rechts:Martin Weiland, Referatsleiter Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Stefan Fuchs, Einrichtungsleiter Diakoniewerk Elisabethhaus, Bad Nauheim, Norbert Kastner, Oberbürgermeister Stadt Coburg, Otmar Schad, Teamleiter Chance 50 plus, JobKOMM Friedberg
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zeichnete im Rahmen seines Bundesprogramms Perspektive 50plus am 2. Dezember in Coburg 62 "Unternehmen mit Weitblick" aus. Bereits zum vierten Mal in Folge wurden Firmen und Persönlichkeiten prämiert, die sich in der Personal- und Unternehmenspolitik für ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren.
Aus dem Wetteraukreis wurde in diesem Jahr Stefan Fuchs, Einrichtungsleiter des Elisabethhauses, als Unternehmer mit Weitblick geehrt. Das Elisabethhaus, ein Altenheim mit insgesamt 230 Betten, sieht einen wachsenden Bedarf an älteren Betreuungskräften für die Heimbewohner. "Für die Betreuung der alten Menschen, insbesondere im Demenzbereich, brauchen wir Menschen mit Einfühlungsvermögen, Menschen, die sich auf die Sorgen und Nöte unserer Bewohner einlassen können. Dabei haben wir festgestellt, dass insbesondere Menschen 50 plus hier die entsprechenden Voraussetzungen mitbringen", sagt Stefan Fuchs.
In der Zusammenarbeit mit der JobKOMM im Beschäftigungspakt Chance 50 plus hat Stefan Fuchs hier den passenden Partner gefunden. "Die Zusammenarbeit ist hervorragend, sagt er. "Die Menschen 50 plus, die wir als Betreuer von dort vermittelt bekommen, wissen den Wert von Arbeit zu schätzen. Sie wollen weiter dabei sein und genau hier bei uns werden sie gebraucht." Dabei geht das Elisabethhaus auch in den Arbeitsvoraussetzungen auf die Bedürfnisse älterer Mitarbeiter ein. Die Arbeitszeiten enden mit Früh- und Abendschicht spätestens um 22.00 Uhr, eine entsprechende Einweisung in die Abläufe des Pflegebereiches sorgt für die passende Abstimmung zwischen Betreuung und Pflege.
Im Juni 2009 hat das Elisabethhaus in 2009 nun zum ersten Mal eine Mitarbeiterin zur Betreuung demenzkranker Heimbewohner fest eingestellt, eine 61jährige ehemalige Finanzbuchhalterin. "Dies ist ein wachsender Markt", sagt Jan Wölfl, stellvertretender Geschäftsführer der JobKOMM, "in der Zusammenarbeit mit Stefan Fuchs vom Elisabethhaus haben wir erkannt, dass für arbeitsuchende Menschen 50 plus sich hier zukünftig ein deutliches Potenzial ergibt. Wir von der JobKOMM werden in der Zusammenarbeit mit dem Beschäftigungspakt Chance 50 plus, der ja auf dem Bundesprogramm "Perspektive 50 plus aufbaut, hier zukünftig einen Schwerpunkt legen."
In der Auszeichnungsveranstaltung zum Unternehmer mit Weitblick am 2. Oktober in Coburg informierte das Bundesministerium für Arbeit auch über die weiteren Erfolge des Programms Perspektive 50 plus. So konnten von Januar bis Ende Oktober 2009 fast 26.000 Frauen und Männer 50 plus in eine sozialversicherungspflichtige Anstellung vermittelt werden. Bemerkenswert daran ist der Anteil des Beschäftigungspaktes Chance 50 plus, der den Wetteraukreis, die Stadt Offenbach und den Kreis Groß-Gerau umfasst. Hier konnten in diesem Zeitraum insgesamt 1100 Menschen (darin enthalten 377 Vermittlungen in Mini-Jobs) 50 plus in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden . Innerhalb des Beschäftigungspaktes selbst konnte sich der Wetteraukreis dabei mit 491 Vermittlungen (darin enthalten 191 Vermittlungen in Mini-Jobs) deutlich positionieren.



