Selbsthilfe in Zeiten der Krise

Selbsthilfe in Zeiten der Krise

Selbsthilfe in Zeiten der Krise


Die aktuelle Selbsthilfezeitung geht der Frage nach, welche Facetten der Selbsthilfe in Zeiten zunehmender Armut wichtig sind. "Selbsthilfe ist keine Notlösungsstrategie bei leeren Kassen", mahnt Gesundheitsdezernent Ottmar Lich. "In Selbsthilfegruppen treffen sich Menschen, die innovative Ansätze für ihre eigene Lebensgestaltung, aber auch neue Werte für das gesellschaftliche Leben finden möchten."  

"Selbsthilfe" und "ehrenamtliches Engagement" werden in den letzten Jahren häufig in Zusammenhang mit Kosteneinsparung genutzt. Im Gesundheits- und Sozialsystem, im Umgang mit Arbeitslosigkeit - immer wieder werden Menschen aufgefordert, sich selbst oder sich gegenseitig ehrenamtlich zu helfen. Für "Bürgerschaftliches Engagement" wird öffentlich kräftig geworben, soll es doch die Mängel im Sozialsystem ausgleichen, oder sich dort einsetzen, wo professionelles Personal nicht bezahlbar ist. "Die Gewichte verschieben sich, aber es muss auch klar sein, dass Selbsthilfe nicht die Notlösung in Zeiten leerer Kassen ist", gibt Gesundheitsdezernent Ottmar Lich zu bedenken. 

Während in den 80er Jahren viele Gruppen für ihre Interessen eintraten, ist soziale Selbsthilfe mit gesellschaftlichem Engagement selten geworden. So gibt es in der Wetterau zum Beispiel keine Selbsthilfegruppen zum Thema "Arbeitslosigkeit", oder Verbesserung der Situation von Hartz-IV-Empfängern.  

Im Gegenzug dazu ist in den letzten Jahren das bürgerschaftliche Engagement gewachsen. Dazu stellt die Selbsthilfezeitung die Engagement-Lotsen der Freiwilligenagenturen vor, die Tafeln und Kleiderkammern für Bedürftige und die Angebote zum gemeinsamen Mittagessen. Berichtet wird auch über neue, generationsübergreifende und mit dem Blick auf Gemeinschaft gerichtete Wege des Wohnens.  

Ein gutes Vorbild in Sachen sozialer Verantwortung ist der TV Ober-Mörlen, mehr dazu in der Selbsthilfezeitung. Im Interview stellt sich Landrat Joachim Arnold vor und antwortet darauf, welche Maßnahmen er ergreifen will, um der Armut im Wetteraukreis entgegenzuwirken. Natürlich fehlen auch nicht interessante Informationen aus der Selbsthilfelandschaft und Tipps für erfolgreiche Gruppenarbeit. Der Gesundheitsdezernent Lich abschließend: "Nutzen Sie das Angebot der Information und greifen Sie zu, vielleicht ergibt sich in der stillen Weihnachtszeit die Gelegenheit zum Studium der Selbsthilfezeitung".  

Die Selbsthilfezeitung gibt es bei der Kreisverwaltung, in allen ärztlichen, psychologischen, ergotherapeutischen und krankengymnastischen Praxen, bei Selbsthilfegruppen und in Beratungsstellen, sowie bei Städten, Gemeinden, Kliniken, Krankenhäusern, Apotheken und allen Sparkassen- und Volksbanken-Filialen. Natürlich auch auf unserer Internetseite. Fragen zum Thema "Selbsthilfe" beantwortet (ab dem 4. Januar 2010 wieder) die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises beim Fachdienst Gesundheit, Telefon: 06031/83-2345, E-Mail.


Erstellt am: 2009-12-17