Freie Fahrt im Wettertal zwischen Steinfurth und Wisselsheim

Freie Fahrt im Wettertal zwischen Steinfurth und Wisselsheim

Freie Fahrt im Wettertal zwischen Steinfurth und Wisselsheim


Zwischen den Bad Nauheimer Stadtteilen Steinfurth und Wisselsheim fließt der Pkw- und Lkw-Verkehr ab sofort auf neuer Trasse. "Unsere Kreisstraße ist breiter und sicherer geworden. Besonders freue ich mich, dass der Zeitplan und der Kostenrahmen eingehalten wurde", so Landrat Arnold bei der Einweihung. Er hatte zu Beginn der Bauarbeiten eine Fertigstellung rechtzeitig vor dem Start der Landesgartenschau und dem nächsten Steinfurther Rosenfest versprochen hatte. "Versprochen und gehalten", stellte Arnold nunmehr zufrieden fest. Über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren war die alte Fahrbahn für den LKW-Verkehr über 3,5 Tonnen gesperrt. Dies gehört nun der Vergangenheit an.


Großer Bahnhof für eine neue Straße

Großer Bahnhof für eine neue Straße

Die Kreisstraße 173, so die offizielle Straßenbezeichnung, wurde auf eine Breite von auf 5,50 Meter ausgebaut. Ein Fahrbahnteiler am Ortseingang von Steinfurth sorgt für mehr Verkehrsberuhigung. Auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und die Bedingungen für den Radverkehr wurden erheblich verbessert", so der Wetterauer Landrat und Bürgermeister Bernd Witzel ergänzt: "An der Abzweigung von der Kreisstraße zur Eichwaldsiedlung wurde eine Bushaltestelle mit beidseitigen Busbuchten, Wartehalle und Fahrbahnteiler errichtet. Nun kann der Busverkehr auch direkt zw. Steinfurth und Wisselsheim stattfinden." Dies war aufgrund des schlechten Straßenzustandes bislang nicht möglich.  

"Damit optimieren wir unser Stadtbussystem", freut sich auch Bürgermeister Bernd Witzel, da die Linie 12 nun auch in die Stadtteile Rödgen, Wisselsheim und Steinfurth verbinden kann.  

An der westlichen Seite der Fahrbahn wurde ein kombinierter Rad- und Gehweg gebaut. Bisher waren Radfahrerinnen und Radfahrer auf der zu schmalen Straßen, deren Randbereiche zudem rissig waren, stark gefährdet. "Nun ist der Alltagsrad- und Fußgängerverkehr zwischen beiden Ortsteilen deutlich sicherer geworden. Außerdem wird der Radweg im künftigen Routennetz der Regionalpark GmbH eingebunden sein.", freut sich Landrat Arnold. Gerhard Hahn, ehrenamtlicher Stadtrat aus Steinfurth, ergänzt, dass nun insbesondere der an der Straße gelegene Sauerbrunnen wieder seine traditionelle Funktion als Rast- und Verweilplatz für Radfahrer und Wanderer einnimmt und der Stadtrat lobt die bessere Verkehrsanbindung: "Für die Bürgerinnen und Bürger sind nun viele Einrichtungen und Geschäfte einfacher zu erreichen, insbesondere die Menschen in Wisselsheim können nun auf das ortsnahe Angebot in Steinfurth zurückgreifen."  

Damit die Straße nicht mehr zur alljährlichen Amphibienwanderung gesperrt werden muss, wurden fünf Amphibientunnel mit dazugehörigen Leitsystemen in die Fahrbahn eingebaut.

Der veranschlagte Kostenrahmen in Höhe von 3 Mio. € konnte ebenfalls eingehalten werden. "Die ganzheitliche Planung von der ÖPNV-gerechten Fahrbahnverbreiterung über den Bau eines Radweges bis zu den Naturschutzmaßnahmen und die Einhaltung des Kostenrahmens sprechen für die professionelle Arbeit der beteiligten Firmen und Behörden", zeigt sich der Landrat rundum zufrieden mit der Ausführung des Projekts.  

Zunächst Geschwindigkeitsbegrenzung  

Aufgrund der noch zu glatten Fahrbahnoberfläche wird für sechs Wochen nach Verkehrsfreigabe eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 60km/h über die gesamte Neubaustrecke ausgeschildert. Danach erfolgt eine Überprüfung durch die zuständige Straßenmeisterei Friedberg. Ist die Fahrbahnoberfläche dann noch immer zu glatt, wird die Geschwindigkeitsbeschränkung noch weiterhin aufrecht erhalten. Die Geschwindigkeitsbeschränkung bleibt auch weiterhin noch bestehen, wenn in der Zwischenzeit die Fahrbahnmarkierung nicht aufgebracht werden konnte. Dies kann nur bei trockener, frostfreier Witterung geschehen


Erstellt am: 2009-12-11