Wetteraukreis senkt Abfallgebühren – kommunales Unternehmen erfolgreich am Markt

Wetteraukreis senkt Abfallgebühren – kommunales Unternehmen erfolgreich am Markt

Wetteraukreis senkt Abfallgebühren – kommunales Unternehmen erfolgreich am Markt


Die Finanzkrise und die damit verbundenen heftigen Auswirkungen lassen kaum ein Unternehmen unbeeinträchtigt. Einige Unternehmen können sich aber ganz unbeschadet von Finanz- und Wirtschaftskrise am Markt optimal behaupten. Eines davon ist der Abfallwirtschaftsbetrieb des Wetteraukreises, der durch eine langfristige Geschäftspolitik mit strategischen Allianzen über den Kreis hinaus den Gebührenzahler durchaus erfreuen kann. "Nicht nur, dass wir in den vergangenen zehn Jahren die Preise stabil halten konnten, jetzt können wir auch durch eine optimale technische Ausstattung die Gebühren für Kompostabfälle senken", freut sich Kreisbeigeordneter Bardo Bayer, zuständiger Dezernent für die Abfallwirtschaft.


Abfalldezernent Bardo Bayer und Awb Betriebsleiter Kurt P Schaefer

Abfalldezernent Bardo Bayer und Awb Betriebsleiter Kurt Schaefer

Seit 1997 hat der Abfallwirtschaftsbetrieb des Wetteraukreises (AWB) die Bioabfallgebühren im Wetteraukreis nach und nach gesenkt – eine erfreuliche Entwicklung, von der man in anderen Landkreisen nur träumen kann. Und 2010 sollen die Gebühren weiter reduziert werden. Der AWB möchte Einsparungen in Form sinkender Gebühren an die Städte und Gemeinden weitergeben. 

Auf Vorschlag von Kreisbeigeordnetem Bayer hat der Kreisausschuss in seiner letzten Sitzung dem Kreistag empfohlen, einer entsprechenden Änderung der Abfallsatzung zuzustimmen. "Wir freuen uns, dass unser konsequenter Einsatz für die Optimierung im Bereich der Abfallwirtschaft Früchte trägt. Wir möchten die Gebühr für Bioabfall um zehn Prozent reduzieren", so Abfalldezernent Bardo Bayer.  

In der nächsten Sitzung befasst sich der Kreistag mit der Bioabfallgebühr, die von 105 Euro auf 95 Euro pro Tonne für die Anlieferungen der Städte und Gemeinden gesenkt werden soll. Damit sollen Einsparungen in Höhe von 227.100 Euro weitergeben werden. Als Eigenbetrieb des Wetteraukreises gibt der AWB laut Bayer Rücklagen dem Bürger weiter   "als kommunales Unternehmen sind wir nicht auf Gewinnerzielung aus", so Bayer.  

Zu verdanken ist die Gebührensenkung   dem guten Betriebsergebnis der Kompostierungsanlage. Die bereits erwirtschaftete Rücklage wird nicht benötigt und kann so ausgezahlt werden. "Über die Jahre haben wir eine zukunftsweisende Kompostierungssparte aufgebaut, die stetig optimiert und mit neuester Technik ausgerüstet wurde. Die Verwertung von Bioabfall aus dem Kreis in einer zentralen Kompostierungsanlage mit regionaler Vermarktung von Kompost, Flüssigdünger und Erdenmischungen hat sich als richtige Entscheidung in den 90er Jahren herausgestellt", sagt Kurt P. Schäfer, Betriebsleiter des AWB.  

Die Kompostierung Wetterau, eine Beteiligungsgesellschaft des AWB, betreibt die zentrale Kompostierungsanlage "Humus- und Erdenwerk" in Niddatal-Ilbenstadt. Das Zusammenspiel der Beteiligten von Kreis und Landwirtschaft läuft seit der Entstehung erfolgreich. Jährlich werden hier knapp 30.000 Tonnen Bio- und Grünabfälle verarbeitet. Der ökologische Wert der Bioabfallverwertung wurde durch die Nutzung der Erweiterung der Anlage mit einer Vergärungsstufe im Jahr 2007 maßgeblich erhöht. Aus den organischen Abfällen werden Strom und Wärme für die Region hergestellt.


Erstellt am: 2009-11-19