Kreisstraße 178: Landrat Rolf Gnadl informiert sich vor Ort über Baufortschritt
Kreisstraße 178: Landrat Rolf Gnadl informiert sich vor Ort über Baufortschritt
Seit rund sieben Monaten wird die Kreisstraße 178 zwischen Reichelsheim und Nieder-Florstadt saniert und ausgebaut. Kurz vor seinem Ausscheiden aus dem Amt informierte sich Landrat Rolf Gnadl in Anwesenheit der Bürgermeister Gerd Wagner und Herbert Unger über den Stand der Bauarbeiten.
Bürgermeister Gerd Wagner (Reichelsheim), Ulrike Drews, Thomas Habermehl, (beide ASV Gelnhausen), Landrat Rolf Gnadl) vor dem neuen Fahrbahnteiler in Reichelsheim.
Der Landrat konnte befriedigt feststellen, dass der Ausbau weiter gut vorankommt, auch wenn die Arbeiten wegen der winterlichen Witterung derzeit ruhen. Besonders freut es den Landrat, dass straßenbegleitend eine wichtige Radwegeverbindung entsteht, die das gute Wetterauer Radwegenetz noch dichter macht. Die Gesamtkosten betragen rund 2,5 Millionen Euro, von denen das Land Hessen 75 Prozent - oder 1,87 Millionen beisteuert.
Die Kreisstraße 178 mit einer Länge von ca. 4 Kilometern war in dem auszubauenden Streckenabschnitt nur ca. fünf Meter breit, der Fahrbahnaufbau war mit ca. 40 Zentimetern nicht frostsicher. Die Fahrbahn befand sich zudem in einem sehr erneuerungsbedürftigen Zustand. Stark ausgeprägte Unebenheiten und Risse, besonders an den Fahrbahnrändern, erforderten immer wiederkehrende Oberflächenbehandlungen und Ausbesserungen. Im Begegnungsverkehr von Lkws oder landwirtschaftlichen Fahrzeugen mussten wegen der nicht ausreichenden Fahrbahnbreite teilweise die Bankette befahren werden. Aufgrund der Schäden und der schmalen Fahrbahn war die Strecke aus Verkehrsicherheitsgründen zwischen den beiden Ortslagen seit 1979 für alle Verkehrsteilnehmer auf 60 Stundenkilometer begrenzt und seit 1987 für den allgemeinen LKW-Verkehr über 3,5 Tonnen gesperrt. Dieser Zustand entsprach schon geraume Zeit nicht mehr den Anforderungen.
Umso mehr freut sich Landrat Rolf Gnadl, dass es ihm noch in seiner Amtszeit gelungen ist, die Sanierung dieser wichtigen Ortsverbindung nahezu zu Ende zubringen.
Seit März dieses Jahres wird nun die neue Fahrbahn auf eine Breite von sechs Meter ausgebaut. Die neue Straße liegt, ungeachtet der Verbreiterung, in der Gemarkung Reichelsheim im Wesentlichen auf der alten Trasse. In der Gemarkung Nieder - Florstadt wurde durch den Kurvenausbau in drei Fällen von der alten Fahrbahn stärker abgewichen.
Zunächst wurde der Straßenabschnitt zwischen Florstadt und dem Flugplatz Reichelsheim erneuert. Seit Ende August wird der Teilbereich zwischen Flugplatzzufahrt und Reichelsheim gebaut. Da auch in diesem Bereich die vorhandenen Telekomkabel bereits bei Beginn der Maßnahme mit umgelegt wurden, konnte der eigentliche Straßenbau nun ungehindert voranschreiten. Die Arbeiten kamen so gut voran, dass bereits Ende November die Asphalttragschicht in diesem Bereich aufgetragen werden konnte. Daraufhin erfolgte in Absprache mit dem Flugplatzbetreiber erneut die Änderung der Flugplatzzufahrt, nun wieder aus Richtung Reichelsheim, sodass auf der Strecke zwischen Florstadt und dem Flugplatz die endgültige Deckschicht aufgetragen werden konnte. Leider verhinderten die einsetzenden winterlichen Temperaturen die Fertigstellung der Deckschicht im Bereich der Feldwegeanschlüsse und im Einmündungsbereich in die B 275 in Nieder-Florstadt. Der Grund: Der heiße Asphalt würde durch die niedrigen Temperaturen bei der Handverarbeitung so schnell auskühlen, dass keine fachgerechte Deckschicht zustande käme. Hierzu bedarf es in der Regel einer Lufttemperatur von mindestens 10 Grad Celsius tagsüber und trockener Witterung. Auch muss diese Arbeit vorwiegend in Handarbeit erfolgen. Soweit es die klimatischen Bedingungen zulassen, werden auch die nichtbituminösen Arbeiten an der Entwässerung, den Banketten und den Feldwegeanschlüssen ausgeführt.
Auf Verständnis bei Landrat Gnadl und den anwesenden Behördenvertretern stieß die Forderung der Bürgermeister der Städte Reichelsheim und Florstadt, Gerd Wagner und Herbert Unger, die Strecke schon jetzt zumindest eingeschränkt freizugeben. Dennoch ist dies aus fachlichen und rechtlichen Gründen nicht möglich. Zum Einen kann die Verkehrssicherheit auf dem noch nicht fertig gestellten Baustellenabschnitt zwischen Reichelsheim und der Flugplatzzufahrt nicht gewährleistet werden, zum Anderen werden Schäden an der Tragschicht der Fahrbahn befürchtet, die zu späteren Qualitätsmängeln des Fahrbahnaufbaues führen können.
Alle Beteiligten sind jedoch bemüht, die Strecke so früh wie möglich freizugeben.
Nach dem heutigen Stand kann mit einer Verkehrsfreigabe im April 2008 gerechnet werden.
Während der gesamten Baumaßnahme wurden die Landwirte von den ausführenden Firmen stets darüber informiert, in welchen Bereichen die Straße befahrbar ist, so dass sich die Behinderungen beim Erreichen der Felder in Grenzen hielten. Dies wird natürlich auch weiterhin gewährleistet.
Landrat Rolf Gnadl hob hervor, dass neben dem eigentlichen Straßenausbau auf der östlichen Seite der Fahrbahn ein kombinierter Rad/Gehweg entstand. Dieser stellt die direkte Verbindung der beiden Ortslagen für den Alltagsrad- und Fußgängerverkehr her und bindet Reichelsheim an den durch Nieder- Florstadt führenden Nidda-Radweg an.
Zur Verkehrsberuhigung wurden vor beiden Ortseingängen Fahrbahnteiler errichtet. In Nieder-Florstadt wurde der Einmündungsbereich der K178 in die B275 gänzlich neu gestaltet. Das Grünrondell wurde durch einen Fahrbahnteiler ersetzt, der die Fahrbeziehungen besser erkennen lässt. Von der Kreuzung etwas zurückversetzt wurde ein Fußgängerüberweg geschaffen.




