Landrat Rolf Gnadl stellt Entwicklungsplan zum Wetterauer Limes vor
Landrat Rolf Gnadl stellt Entwicklungsplan zum Wetterauer Limes vor
Die Archäologie im Wetteraukreis lag Landrat Rolf Gnadl schon immer am Herzen. Wenige Tage vor seinem Ausscheiden aus dem Amt stellte er im Museum Echzell eine von ihm beauftragte Studie der Archäologischen Denkmalpflege des Kreises vor. Inhalt der Studie ist die Überlegung, das Welterbe Limes unter touristischen Aspekten zu erschließen und die zahlreichen beteiligten Organisationen in diesen Prozess einzubinden.
Kreisarchäologe Dr. Jörg Lindenthal, Landrat Rolf Gnadl und Fachdienstleiter Dr. Johannes Fertig
Die Studie blickt zurück, zeigt die Forschungsgeschichte zum Limes in der Region und das bisher Erreichte auf und charakterisiert die bestehenden Kooperationen und Arbeitsgemeinschaften. Ein Blick in die Zukunft skizziert mögliche Organisationsformen und Projekte. Konkret wird ein Entwicklungskonzept vorgeschlagen, das die Fortschreibung des Limesentwicklungsplans im Hinblick auf eine touristische Vermarktung vorsieht. Neben der Ausarbeitung von Zielen für eine langfristige Entwicklung und konkrete Projekte wird vor allem eine sinnvolle Verknüpfung aller beteiligten Organisationen vorgeschlagen, um die Einbindung in das Projekt Archäologielandschaft Wetterau im Auge zu behalten. Eine mögliche Form zukünftiger Entwicklung bildet hier die Anbindung an den Regionalpark; so ist schon heute ein Abschnitt von Hammersbach-Marköbel über Limeshain bis Altenstadt als Regionalparkroute ausgewiesen.
Gleichzeitig regt Landrat Rolf Gnadl in diesem Rahmen konkret die Rekonstruktion einer römischen "villa rustica" (Gutshof) in der Wetterau an, die eine Ergänzung zum Welterbe Limes bilden könnte. Hierzu soll ein Kostenplan und eine Darstellung der Arbeitsschritte zur Realisierung aufgestellt werden. Dazu gehört auch die Ermittlung möglicher Trägerpartnerschaften und der geeigneten Organisationsform, denkbar wäre eine Stiftung. Ein ähnliches Modell findet sich in der bereits zu weiten Teilen rekonstruierten Villa von Borg im Saarland.
Der Landrat hob hervor, dass die zahlreichen, schon jetzt vorhanden Angebote und Strukturen besser vernetzt und gemeinsam entwickelt werden sollen.
"Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, da sich überall Aktivitäten in dieser Richtung entfalten und Organisationen gegründet werden, ist es für den Wetteraukreis, der durch seine besondere Lage am Limes gleich drei Partnerkreise am Welterbe besitzt, wichtig, klare zukunftsfähige Strukturen zu entwickeln."




