Huke und Veith nehmen Fernwirkanlage an der Niddatalsperre in Betrieb
Huke und Veith nehmen Fernwirkanlage an der Niddatalsperre in Betrieb
Bertram Huke und Oswin Veith in der Steuerungszentrale der Leit- und Fernwirktechnik in Schotten
Mittels modernster Fernwirk- und Leittechnik werden sowohl die drei Hochwasserrückhaltebecken in Lich, Ulfa und Düdelsheim als auch die Niddatalsperre von der Ferne überwacht und gesteuert. Bei Eintritt eines Hochwasserereignisses kann somit erheblich schneller und flexibler reagiert werden und die Anlagen sind entsprechend den Betriebsvorschriften zeitnäher regelbar.
Die drei Hochwasserrückhaltebecken sind über Datenverbindungen mit der Leitwarte an der Niddatalsperre so verbunden, dass eine Einsicht in die aktuelle Abflusssituation an jeder Anlage zu jedem Zeitpunkt gewährleistet ist. Die Verschlussorgane an den verschiedenen Anlagen können somit auch von der Niddatalsperre entsprechend den Zuläufen gesteuert werden. In Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt, der Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Frankfurt, sind neben den verbandseigenen Anlagen auch die für den Betrieb der verschiedenen Hochwasserschutzeinrichtungen relevanten hessischen Landespegel in Münster (Wetter), Unter-Schmitten (Nidda), Eichelsachsen (Eichelbach), Büdingen (Seemenbach) und Glauberg (Nidder) an die Fernüberwachung angeschlossen, so dass es möglich ist, bereits zu Beginn eines Hochwasserereignis zu reagieren.
Verbandsvorsteher Bertram Huke dankte in diesem Zusammenhang für die gute unbürokratische Zusammenarbeit zwischen den beiden Wasserverbänden und der staatlichen Aufsichtsbehörde und betonte, dass mit der Inbetriebnahme der Fernwirk- und Leittechnik der Schutz und die Vorwarnzeit vor Hochwasser sich erheblich vergrößert hat. Zudem werden in den nächsten Monaten am Seemenbach in Wolferborn und in Wolf jeweils ein Hochwasserwarnpegel errichtet. Damit werden größere Vorwarnzeiten für die Kernstadt von Büdingen und für den Betrieb des Hochwasserrückhaltebeckens in Düdelsheim erreicht. Diese beiden Pegel werden, so Huke an seinen per einstimmigen Beschluss der Verbandsversammlung am 08. November gewählten Nachfolger Veith, ebenfalls in die Fernüberwachung integriert.
In der Geschäftstelle der beiden Wasserverbände in Friedberg befindet sich eine Nebenstelle der Leitwarte, somit ist auch von hier die Überwachung und Steuerung der genannten Hochwasserschutzanlagen möglich.
Wie der zum 31.12.2007 ausscheidende Verbandsvorsteher Huke abschließend konstatierte, ist in unserer immer stärker besiedelten Landschaft und angesichts der mit Klimaveränderungen einhergehenden stärkeren Niederschlagsereignissen dem Hochwasserschutz heute eine größere Bedeutung beizumessen als noch vor einigen Jahren. Die Bilder aus Bayern und Sachsen aus jüngerer Vergangenheit sind uns – so Verbandsvorsteher Huke - noch in guter Erinnerung.




