Neubau am Burggymnasium Friedberg: Naturwissenschaften künftig gemeinsam untergebracht
Neubau am Burggymnasium Friedberg: Naturwissenschaften künftig gemeinsam untergebracht
Am Burggymnasium in Friedberg wird gebaut. Heute ist symbolischer Spatenstich zum Baubeginn durch den Abriss des Toilettengebäudes. Das vorhandene, aus den 60er Jahren stammende naturwissenschaftliche Gebäude erhält einen Anbau, der Platz bietet für elf neue Räume. "In dem Komplex sind dann künftig die gesamten Naturwissenschaften des Burggymnasiums untergebracht", betont Schulbaudezernent Oswin Veith.
Schulbaudezernent Oswin Veith beim Baubeginn zum Erweiterungsbau im Bagger selbst Hand an.
Zeitversetzt dazu wird das bereits bestehende Gebäude saniert, vor allem was Brandschutztechnik und Instandsetzungsarbeiten angeht. Im Frühjahr 2008 beginnt dann der eigentliche 1. Bauabschnitt des Anbaus. Dieser wird rund 800.000 Euro kosten. Hinzu kommen rund 200.000 Euro durch die Erneuerungen der Grundleitungen, baukonstruktive Anpassungen, um die Haustechnik zu optimieren und um die Statik in Richtung eines zweiten Bauabschnittes auszurichten.
Rund 650 Quadratmeter umfasst die Fläche des zweigeschossigen Erweiterungsbaus. Von der Hofseite des Gymnasiums her betrachtet wird er genau vor der Fassade des bereits bestehenden Gebäudes errichtet werden. Eine Baulösung, "die dem Denkmalschutz geschuldet ist", sagt Schulbaudezernent Oswin Veith. Denn das alte Gebäude passt mit seiner aus den 60er Jahren stammenden Lochfassade nicht zu dem historischen Umfeld. Der Neubau soll sich mit einer Mischung aus Loch- und Bandfassade in die historische Umgebung der Burg harmonisch einfügen. "Wir haben die Zukunft im Blick und planen deshalb bereits jetzt eine mögliche spätere Erweiterung ein, die wegen einer einheitlichen Fassade dann im Stil des 1. Bauabschnitts erfolgen soll", sagt Veith.
11 Räume wird der Neubau haben, davon fünf Klassenräume, eine Aula und fünf Nebenräume. Er ersetzt Teile des Feldwebelbaus und gibt dem naturwissenschaftlichen Unterricht endlich eine Heimat, wird doch zum Beispiel der Physikunterricht bislang im so genannten Schillerbau abgehalten.
Das Burggymnasium besteht aus vielen Einzelgebäuden, die von einer zentralen Heizungsanlage versorgt werden. Sie befindet sich im Erdgeschoss des naturwissenschaftlichen Altbaus und kann so auf kurzem Weg den Anbau mitversorgen. Auch die Abwässer, von Handwaschbecken, Putzmittelräumen oder naturwissenschaftlichen Experimentiertischen werden über das Entwässerungssystem des Bestandsgebäudes abgeführt.
Im Altbau selbst sind Sanierungen in der Brandschutztechnik und auch Instandsetzungsarbeiten nötig und laufen aus wirtschaftlichen Gründen gemeinsam mit dem 1. Bauabschnitt des Anbaus. Für die veranschlagten Baukosten sind 1.200.000 Euro und für die Einrichtung weitere 800.000 Euro eingeplant.




