So feiert die Kreisspitze Weihnachten: Landrat Rolf Gnadl
So feiert die Kreisspitze Weihnachten: Landrat Rolf Gnadl
"Fröhliche Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr." Ein Satz, der rund um den Erdball in Dutzenden Sprachen gesprochen wird, von Afrikaans – "Geseende Kerfees en 'n gelukkige nuwe jaar" über Esperanto – "Gajan Kristnaskon" über Spanisch – "Feliz Navidad y Próspero Año Nuevo" bis hin zu Zulu – "Sinifesela Ukhisimusi Omuhle Nonyaka Omusha Onempumelelo" wünschen sich die Menschen zum Jahresende eine gute und besinnliche Zeit.
Im zarten Alter von zehn Jahren beginnt, was eine große Leidenschaft werden wird: Zünftig in der krachledernen hält der kleine Rolf Gnadl begeistert seine Modellok in der Hand.
Die Christen in aller Welt feiern die Geburt von Jesus als Gottes Sohn. In den meisten Ländern wird Weihnachten am 25. Dezember als Geburtstag des Heilands gefeiert. In manchen Ländern wird aber schon am Vorabend des Festtages mit den Feierlichkeiten begonnen. In Russland wird Weihnachten am 07. Januar gefeiert, da die russisch-orthodoxe Kirche den Julianischen Kalender verwendet. In den meisten christlichen Ländern bringt das Christkind den artigen Kindern Weihnachtsgeschenke. Dieser schone Brauch hat seinen Ursprung in europäischen Volkslegenden um den Heiligen Nikolaus von Myra, der Bischof in dem kleinen Ort war, 100 Kilometer südwestlich von Antalya in der heutigen Türkei. Der Legende nach soll er sein elterliches Erbe unter den Armen verteilt haben.
Weihnachten, das Fest der Liebe, des Schenkens, des Innehaltens ist ein Fest der Familie. Wir stellen in einer kleinen Serie vor, wie die Kreisspitze mit Landrat Rolf Gnadl, Erstem Kreisbeigeordneten Oswin Veith, Kreisbeigeordnetem Ottmar Lich und Kreistagsvorsitzendem Bernfried Wieland dieses Fest feiert, welche Erinnerungen die Politiker damit verbinden und was sie sich erwarten.
Landrat Rolf Gnadl
Frage:
Was sagt Ihnen Weihnachten heute?
Antwort:
Weihnachten ist das wichtigste Fest in unserer Kultur und Inbegriff unserer christlichen Sozialisation. Die Weihnachtsgeschichte fordert uns, in der Jetztzeit alltägliche Parallelen wahrzunehmen und danach zu handeln. Leider ist Weihnachten total kommerzialisiert. Das Weihnachtsgeschäft läuft viel zu früh an. Für mich ist Weihnachten immer weit im Vorhinein eine Auseinandersetzung, wen ich womit bedenke.
Frage:
Wie verbringen Sie Weihnachten?
Antwort:
Jahrelang zu Hause, schon wegen meiner pflegebedürftigen Schwiegermutter, die in diesem Jahr verstorben ist. Unsere Töchter haben dieses Jahr beide geheiratet und werden Heiligabend daher für sich begehen. Ich werde am Heiligen Abend mit meiner Frau allein sein, etwas ganz Neues, Ungewohntes. Darauf bin ich schon erwartungsfroh gespannt. An den folgenden Tagen treffen wir uns mit der Familie.
Frage:
Wer schmückt bei Ihnen den Baum?
Antwort:
Aufgestellt wird er gemeinsam, beim Schmücken hat meine Frau das Kommando, ich assistiere. Wir haben drei verschiedene Farbkombinationen. Welcher Schmuck dieses Jahr drankommt, entscheiden wir erst in letzter Minute.
Frage:
Backen oder kochen Sie?
Antwort:
Bei uns gibt’s immer Fondue, das wir stundenlang genießen.
Frage:
Was wünschen Sie sich?
Antwort:
Ich wünsche mir, dass die Menschheit verantwortlich und entschlossen den Klimawandel und die Energiefrage im Sinne der Bewahrung unserer Lebensgrundlage meistert.
Frage:
Was verschenken Sie?
Antwort:
Das ist immer ein absolutes Geheimnis. Darüber mache ich mir schon lange vorher ausführliche Gedanken und organisiere meine Geschenke mit großer Vorfreude. Es muss individuell sein. Geschenke müssen Überraschung sein und dürfen nicht vorher ausgehandelt sein. Ich habe eine starke Abneigung dagegen Geld zu schenken. "Kauf Dir etwas" ist phantasielos und entsetzlich maßstabsbezogen.
Frage:
Basteln Sie etwas selbst?
Antwort:
Das individuelle Verpacken ist schon eine ganz schöne Bastelei. Das kostet viel Zeit. Alles muss verpackt sein. Und die Auspackerei ist wieder eine lieb gewonnene Gewohnheit.
Frage:
Haben Sie einen besonderen Buchtipp?
Antwort:
Wetterauer Kulturpreisträger 2007, Otto A. Böhmer: "Wenn die Eintracht spielt". Das schenke ich dieses Jahr viermal und Anna Politkowskaja: "Politisches Tagebuch" schenke ich dreimal.
Frage:
Mit wem würden Sie gerne Weihnachten verbringen?
Antwort:
Mit meinen Schwägerinnen und Schwägern im Urlaub, das haben wir früher öfters gemacht.
Frage:
Was war Ihr schönstes Weihnachten?
Antwort:
Es ist immer schön für mich. 1983 bekamen meine damals noch sehr kleinen Töchter einen Bollerwagen und vom Opa eine kleine Kinderbank, die er vom Sperrmüll geholt und neu gestrichen hatte. Das war der Hit. Die Bilder habe ich stets im Kopf und auf der Bank sitzen heute noch die Teddys meiner Töchter.
Frage:
Was ist Ihre älteste Weihnachtserinnerung?
Antwort:
Meine älteste Weihnachtserinnerung reicht in das Jahr 1963 zurück, da bekam ich meine erste Märklin-Eisenbahn, ein V 60 Triebwagen mit drei Wagen und einer Weiche in einem Kreis. Sagenhaft!!!




