Veith: Fahrten zu Gedenkstätten boomen

Veith: Fahrten zu Gedenkstätten boomen

Veith: Fahrten zu Gedenkstätten boomen


Zuschüsse des Kreises so hoch wie nie

Klassenfahrten Wetterauer Schulen zu den Gedenkstätten des nationalsozialistischen Terrors sind im Jahr 2007 in bisher nicht erreichter Höhe seitens des Wetteraukreises bezuschusst worden. Erster Kreisbeigeordneter Oswin Veith spricht von einem regelrechten Boom und freut sich, dass hier die Unterstützung durch den Kreis derart in Anspruch genommen wurde. "Ich sehe hierin ein deutliches Zeichen dafür, dass dem Aufkommen faschistischen Gedankengutes eine starke Bewegung der demokratischen Zivilgesellschaft entgegengesetzt ist".


Oswin Veith Portrait

Oswin Veith

In den Jahren 2004 bis 2006 betrug der durch Wetterauer Schulen in Anspruch genommene Zuschuss für Fahrten zur Stätten des nationalsozialistischen Terrors noch zwischen ca. 2.000 und 3.000 Euro pro Jahr. Im zu Ende gehenden Jahr liegt der Betrag schon bei über 10.000 Euro. Veith begründet dies mit einem wachsenden Bewusstsein breiter Kreise, dem in der letzten Zeit wieder stärker aufkommenden nationalsozialistischen Unwesen ein deutliches Signal entgegen zu setzen. Vor diesem Hintergrund war die spontane Entscheidung des Kreistages bei der Verabschiedung des Haushaltes 2008 goldrichtig. Seinerzeit wurde auf Veranlassung Veiths der Haushaltsansatz dem Grunde nach verdoppelt bzw. eine an der Nachfrage angepasste Bereitstellung der Mittel beschlossen. Vorausgegangen war dieser ad hoc Reaktion des Kreiskämmerers und Kreistages ein unwürdiger und diskriminierender Auftritt des NPD Vorsitzenden Wöll.

Veith: "Ich finde es ausgesprochen ermutigend, dass in diesem Jahr sich die Schulen wieder verstärkt der Aufarbeitung dieses unseligen Kapitels deutscher Geschichte angenommen haben. Daher ist auch die Überschreitung des Haushaltsansatzes von untergeordneter Bedeutung". Damit auch im kommenden Jahr viele Fahrten nach Auschwitz, Buchenwald oder Dachau etc. stattfinden können, will Veith bei der Aufstellung des Haushaltsplanes für 2009 Sorge tragen, indem der Ansatz nochmals erhöht wird.

"Für einen sinnvollen Widerstand gegen die Nazis in unserem Land sind Bürgerinitiativen für Demokratie und Toleranz, Gegendemonstrationen und Informationsveranstaltungen ganz wichtig. Damit aber den faschistischen Demagogen der Nährboden entzogen wird, braucht es eine Aufklärung der Jugend. Deshalb sind diese Fahrten so wichtig", so Erster Kreisbeigeordneter Veith abschließend.


Erstellt am: 2007-12-14