Sporthalle in Reichelsheim:Schulbaudezernent Oswin Veith gibt Startschuss zur Planung für das erste Passivhausprojekt des Wetteraukreises

Sporthalle in Reichelsheim:Schulbaudezernent Oswin Veith gibt Startschuss zur Planung für das erste Passivhausprojekt des Wetteraukreises

Sporthalle in Reichelsheim:Schulbaudezernent Oswin Veith gibt Startschuss zur Planung für das erste Passivhausprojekt des Wetteraukreises


Seit 3. Dezember findet auf der indonesischen Insel Bali die UN-Klima-Konferenz statt und gerade gestern berieten rund 130 Umweltminister aus aller Welt über den Klimaschutz. "Die Berichte zur Erwärmung unseres Klima sprechen eine deutliche Sprache und zeigen uns die Verantwortung, der wir uns stellen müssen", sagt Schulbaudezernent Oswin Veith. "Ein Meilenstein für den Schulträger Wetteraukreis ist dabei der geplante Neubau der Sporthalle Reichelsheim, der als erstes Passivhausprojekt realisiert werden wird."


Sporthalle Passivbauweise

Auf diesem Grundstück soll die erste in Passivbauweise errichtete Sporthalle des Wetteraukreises stehen. Die Halle baut der Wetteraukreis und die Stadt Reichelsheim.

Mit dem Begriff Passivhaus wird nicht eine Bauweise sondern ein bestimmter Energiestandard beschrieben. Präzise definiert ist ein Passivhaus ein Gebäude, in dem die thermische Behaglichkeit allein durch Nachheizen oder Nachkühlen der Frischluftzufuhr, die für die ausreichende Luftqualität erforderlich ist, gewährleistet werden kann, ohne dass zusätzlich Umluft verwendet werden muss. Ein Passivhaus ist so gut wärmegedämmt, dass keine Heizungsanlage im herkömmlichen Sinn mehr benötigt wird. Der Bedarf an Heizenergie wird zum großen Teilen durch Sonneneinstrahlung, der Abwärme von Personen und technischen Geräten gedeckt. Genau genommen wird das Prinzip einer Thermoskanne angewendet. Ein ständiger Luftaustausch beugt Schimmelbildung vor. Die bedeutendste Einsparung im Vergleich zum konventionellen Wohnungsbau wird beim Heizenergiebedarf mit höchstens 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr erzielt. Dies entspricht umgerechnet etwa 1,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter Nutzfläche im Jahr. Oder anders ausgedrückt: In einer Passivhaus-Schule reicht die Wärmeenergie von 25 Schülerinnen und Schülern, sowie des Lehrers aus, um den Klassenraum in der Nutzungszeit ganzjährig zu beheizen. Eine Nachtabsenkung ist unnötig, weil durch die starke Dämmung die Temperaturverluste nur minimal sind.

Sporthalle Reichelsheim erstes Wetterauer Passivhausprojekt

Bei der ersten Planungsbesprechung die dieser Tage stattfand, fiel der Startschuss für das ehrgeizige Bauprojekt der Sporthalle Reichelsheim in Passivbauweise. Schulbaudezernent Oswin Veith, Bürgermeister Gerd Wagner und Vertreter der Stadt Reichelsheim nahmen an der Besprechung teil und informierten sich über die Planungen und die weitere Vorgehensweise. Mit dabei waren Mitarbeiter des Passivhausinstituts in Darmstadt, der Betriebsleiter des Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft, Harald Mehr, die für die Planung verantwortlichen Architekten und Ingenieure des EGW/4 (Hochbau und Energie) und Fachingenieure. Der Entwurf, die Genehmigungsplanung und die anschließende Projektsteuerung werden von der Fachstelle Hochbau und Energie des Eigenbetriebes Gebäudewirtschaft erbracht.


Erstellt am: 2007-12-13