Dezernent Bardo Bayer überreicht Schülerumweltpreis 2007 an die Grundschule Petterweil
Dezernent Bardo Bayer überreicht Schülerumweltpreis 2007 an die Grundschule Petterweil
" Die Liebe zur Natur ist eine Saat, die – einmal gesät – niemals stirbt". Unter diesem Leitgedanken der englischen Malerin und Gärtnerin Gertrude Jekyll steht das Umweltengagement der Grundschule im Karbener Stadtteil Petterweil. Der Schülerumweltschutzpreis wurde in diesem Jahr zu gleichen Teilen an die Grundschule Petterweil in Karben und die Berufliche Schule in Butzbach verliehen. Traditionsgemäß werden Urkunde und Preisgeld in den Schulen vor Ort verliehen. Nach der Verleihung in Butzbach vor zwei Wochen fand nun die feierliche Übergabe der Urkunde und des Preisgeldes in Höhe von 1.250 Euro in Petterweil statt.
Bayer mit Schulleiterin Melanie Rudeck (l.) und Konrektorin Brunhilde Freund.
Die Jury zur Verleihung des Umweltschutzpreises folgte bei der Entscheidung für die Petterweiler Schule einer Anregung des Staatlichen Schulamtes für den Wetteraukreis und den Hochtaunuskreis. Die Schule zeichnet sich durch langjähriges und nachhaltiges Engagement im Umweltschutzbereich aus. In der Grundschule Petterweil findet die Umwelterziehung bereits im frühen Kindesalter statt "Wir sehen also hier die umweltbewussten Menschen von morgen", so Umweltdezernent Bardo Bayer bei der Feierstunde.
Seit mehr als 10 Jahren sind Natur- und Umweltschutz und die daraus folgende Förderung des Umweltbewusstseins fester Bestandteil des Schulunterrichts. Wie die Schule in ihrer Bewerbung beschreibt, besuchen 140 Kinder die Schule und werden in die Projekte, die auch bei Lehrerwechsel fortgesetzt werden, eingebunden. Im Laufe der Jahre wurden immer wieder neue Ideen, wie Schachbrettbeet, Hügelbeet, Duftgarten, Kräuterspirale, Insektenhotel und Trockenmauer aufgenommen und umgesetzt.
Zu den herausragenden Projekten zählen:
1. Der Schulgarten
Durch die Arbeit der einzelnen Klassen im Schulgarten erfolgt ein nachhaltiges Verändern des Umweltbewusstseins der Kinder der Klassen eins bis vier.
Den "Start" erleben die Kinder der ersten Klasse erst einmal dadurch, dass sie den Garten erforschen dürfen und das dort Gesehene bildlich festhalten, in dem sie ihren so genannten "Zaubergarten" malen.
Alljährlich werden die Gartenarbeiten neu unter den Klassen verteilt. So kann jedes Kind die unterschiedlichen Aspekte und Bereiche im Garten kennen lernen. Das sind:
- Die Betreuung und Bearbeitung der Beete
- Das Igelhaus
- Der Umgang mit Kompost.
In diesem Jahr begann ein neues Projekt, das "Hügelbeet". Seine Schichten bestehen aus Ästen und Zweigen, Grassoden und Rasenschnitt, Laub, Grobkompost und Mutterboden. Die Bepflanzung erfolgte durch Mischkultur, d.h. Tomaten, Zucchini, Gurken, Paprika, Möhren und Radieschen. Hierbei halfen auch einige Eltern tatkräftig mit. Von den Kindern wird das Beet gegossen und gejätet.
2. Das Gartentagebuch
Die Kinder dokumentieren ihre getanen Arbeiten in einem "Gartentagebuch". Es wird zu Beginn des ersten Schuljahres angelegt und kontinuierlich (auch bei einem Lehrerwechsel) während der gesamten Grundschulzeit durch fortgeführt. Dadurch erfahren die Kinder nicht nur die Dokumentation als solche sondern auch die Bedeutsamkeit der Erfahrungen im Umgang mit der Natur.
3. Der Schulteich
Der Teich besteht ebenfalls schon längere Zeit und nun musste daher die Teichfolie erneuert werden. Auch hier halfen die Kinder mit. Nach Fertigstellung des Teiches setzten die Kinder eigenhändig Tiere und Pflanzen in den Teich ein. Das Besondere der tierischen und pflanzlichen Teichbewohner wurde den Kindern vorher von einem Fachmann erklärt.
4. Ausflüge
Auch bei der Organisation von Klassenausflügen wird darauf geachtet, dass die Ziele für die Kinder Erfahrungen mit Natur und Umwelt bieten können. Ein Beispiel ist der Ausflug der zweiten Klasse zu einem in der Nähe gelegenen Bach, um sich dort mit den darin lebenden Tieren und Pflanzen zu beschäftigen.
Der Umweltschutzpreis wird jährlich vergeben
Der Umweltschutzpreis ist mit insgesamt 2.500 Euro dotiert und kann, wie in diesem Jahr geschehen, geteilt werden. Preisträgerinnen und Preisträger können Schülerinnen oder Schüler, Schulklassen oder Schulen im Wetteraukreis sein, die aus freien Stücken durch ihr Engagement im Natur- und Umweltbereich das Wohl der Allgemeinheit in besonderer vorbildlicher Weise gefördert haben.




