Mehr Eigenverantwortung für Schule: Johann-Philipp-Reis-Schule mit Modellprojekt
Mehr Eigenverantwortung für Schule: Johann-Philipp-Reis-Schule mit Modellprojekt
"Wir wollen Schulen flexibler machen und mit mehr Eigenverantwortung ausstatten." Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Ottmar Lich ist froh, dass jetzt die Kooperationsvereinbarung zwischen Land, Wetteraukreis und Johann-Philipp-Reis-Schule abgeschlossen werden konnte. "Im Rahmen des Projektes "Selbstverantwortung plus" haben wir schon vor gut zwei Jahren beschlossen, an der Johann-Philipp-Reis-Schule das Modellprojekt durchzuführen."
Schulbaudezernent Oswin Veit und Schuldezernent Ottmar Lich unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung mit der Johann-Philipp-Reis-Schule. Links im Bild der Schulleiter Peter Stelz.
Als erster Schritt wurden damals in einer Rahmenvereinbarung die Bedingungen der Zusammenarbeit abgestimmt. In einer weiteren Vereinbarung wurden jetzt die Bestandteile des Schulbudgets geregelt, durch die die Schule zusätzlichen Freiraum erhält. In der Vergangenheit war es so, dass alle Ausgaben, die mit dem Betrieb und Unterhalt des Gebäudes, mit baulichen Bestandteilen, mit dem Sekretariat und Hausmeisterdiensten zu tun haben, vom Wetteraukreis als Schulträger finanziert werden; der große Bereich der Pädagogik, von der Bezahlung der Lehrer über Lehrmittel, wird vom Land finanziert.
Im Rahmen des Projektes "Selbstverantwortung plus" kann die Schule über das reguläre Schulbudget, das der Wetteraukreis erlaubt, auch Mittel des Landes in dieses Budget überführen und eigenverantwortlich bewirtschaften. Beispielsweise können so Ausgaben, die laut Gesetz zu dem Aufgabenbereich des Wetteraukreises gehören, aus Landesmittel abgewickelt werden und umgekehrt.
Neu ist jetzt, dass in das gemeinsame Budget vom Wetteraukreis die Neuanschaffungen und der der Schule zustehende Anteil aus dem zusätzlichen Sekretariatsbudget kommen. Zudem ist die Schule berechtigt, im Rahmen des Modellversuchs Aufgaben im Personalbereich an die Verwaltungskraft zu delegieren. "Mehr Eigenverantwortung stärkt das Kostenbewusstsein und die Prioritätensetzung, was prinzipiell nur gut sein kann für die Qualitätsentwicklung in der Schule", so abschließend Kreisbeigeordneter Ottmar Lich.




