Schuldnerberatung bleibt weiter bei Caritas und Diakonischem Werk

Schuldnerberatung bleibt weiter bei Caritas und Diakonischem Werk

Schuldnerberatung bleibt weiter bei Caritas und Diakonischem Werk


"Was lange währt, wird endlich gut", mit diesen Worten stellte Kreisbeigeordneter Ottmar Lich die Vereinbarung zwischen Wetteraukreis, JobKOMM, Caritas und Diakonischem Werk vor. Mit dem siebenseitigen Vertragswerk wird die Schuldnerberatung für den Wetteraukreis für die nächsten Jahre auf solide Beine gestellt . Insgesamt wird der Wetteraukreis 407.000 Euro zur Verfügung stellen. Das sind rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit sollen sowohl bei Caritas als auch beim Diakonischen Werk je zwei Stellen für Beratung und eine für Verwaltung finanziert werden.

Die Zahl überschuldeter Privathaushalte und Einzelpersonen nimmt immer mehr zu. Die Ursachen sind vielfältig, meist kommen einige Faktoren zusammen. Der Verlust des Arbeitsplatzes ist an erster Stelle zu nennen, aber auch Trennung oder Scheidung, ein Missverhältnis zwischen eigenem Einkommen und Konsumwünschen, oft auch unzureichende Aufklärung und Beratung.

"Überschuldung ist ein ernsthaftes Problem und kann zum Verlust der wirtschaftlichen Selbstständigkeit und der gesellschaftlichen Teilhabe führen", warnt Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Ottmar Lich. In den vergangenen Monaten haben seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Caritas und Diakonischem Werk im Wetteraukreis eine Vereinbarung ausgearbeitet, wonach die oben genannten Probleme professionell angegangen werden können.

Den Kopf in den Sand zu stecken, ist auf jeden Fall nicht die richtige Lösung, sondern verschlimmert die Probleme nur. Überschuldung muss nicht zwangsläufig in eine ausweglose Situation führen, sondern kann aktiv angegangen werden. Im Rahmen der Schuldnerberatung werden Wege aufgezeigt, wie man aus der Schuldenspirale herauskommt.

Die beiden Schuldnerberatungen sind in die allgemeinen Lebensberatungen ihrer Träger eingebunden. Dort ist auch die Dienst- und Fachaufsicht für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angesiedelt. Die JobKOMM und der Fachbereich Jugend und Soziales des Wetteraukreises benennen einzelne Personen für die Beratung. In Einzelfällen kann hier eine bevorzugte Bearbeitung eines Falles erwirkt werden. Grundsätzlich aber sollen Personen innerhalb von zehn Arbeitstagen einen Termin für ein Erstgespräch erhalten. "Vor allem wegen der großen Nachfrage haben wir den Zuschuss um 20 Prozent erhöht, um durch mehr Personal allzu lange Wartezeiten zu vermeiden", betonte Sozialdezernent Ottmar Lich.

Der Vertrag mit Caritas und Diakonischem Werk läuft zunächst einmal bis zum 31. Dezember 2010 und verlängert sich um weitere zwei Jahre, wenn nicht fristgemäß sechs Monate zuvor gekündigt wird.

"Ich glaube, dass wir mit dem Know-how von Caritas und Diakonischem Werk ein sehr gutes Angebot für Schuldnerberatung im Wetteraukreis anbieten können und bedanke mich ausdrücklich für die gute Kooperation, insbesondere auch während der vertragslosen Zeit, die wir im Sinne der Klientinnen und Klienten reibungslos überbrückt haben."


Erstellt am: 2007-12-05