Kreismanagement bringt Wetteraukreis touristisch voran

Kreismanagement bringt Wetteraukreis touristisch voran

Kreismanagement bringt Wetteraukreis touristisch voran


Seit drei Jahren gibt es das Strukturkonzept "Kultur, Freizeit und Touristik" für den Wetteraukreis. Es weiterzuentwickeln und durch Projekte und Initiativen inhaltlich mit Leben zu füllen ist Aufgabe des Kreismanagements. Eine externe Stelle, die vertraglich beim Fachdienst Kreis- und Regionalentwicklung angesiedelt ist. Die erfolgreiche und engagierte Arbeit trägt Früchte und so hat der Kreisausschuss in seiner gestrigen Sitzung die Verlängerung des Vertrages um ein weiteres Jahr beschlossen. "Das Kreismanagement leistet engagierte Arbeit und mit der Verlängerung des Vertrages sichern wir die bislang erreichten Erfolge nachhaltig", begründet Kreisbeigeordneter Bardo Bayer die Entscheidung des Kreisausschusses.

Es ist ein dickes Brett, das es zu bohren gilt: Den Wetteraukreis, der zwar reich an historischen, landschaftlichen und geologischen Schätzen ist, aber lange unentdeckt blieb, für den Tourismus zu erobern. Doch Landrat Rolf Gnadl und Kreisbeigeordneter Bardo Bayer sind zuversichtlich, denn die Initiativen und Projekte, die in den vergangenen drei Jahren durch das Kreismanagement entwickelt wurden, tragen Früchte. Die Aufgaben sind vielfältig: Kooperationen und Vernetzung fördern, Projekte entwickeln, touristische Strukturen und Leitthemen aufbauen und entwickeln,: Bernd-Uwe Domes, Mitinhaber der Firma Stadt.Land.Plan mit Sitz in Büdingen, ist seit Ende 2004 mit dem Kreismanagement beauftragt und konnte mit Blick auf diese Aufgaben vieles in Gang setzen und voran bringen.

Die Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft wurde gegründet, die Veranstaltungsreihe Erlebnisgastronomie ins Leben gerufen und eine so genannte Anbieterkooperation Vulkanradweg initiiert. Ein touristisches Netzwerk entsteht, zu dem zum Beispiel die Tourismus und Congress GmbH Frankfurt gehört und das Taunus-Touristik-Service. Nach Fertigstellung des Keltenmuseums am Glauberg wird es hier eine touristische Infostelle geben, die Kultur- und Archäologiereisen in die Wetterau vermittelt. Zu dem Stichwort touristische Leitthemen gehört die Vulkanstraße, die in Zusammenarbeit mit der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft angedacht ist. Sie wird von der Eifel über den Westerwald, die Wetterau und den Vogelsberg bis in die Rhön führen. Ein Vulkan- und Geopark ist geplant. "Geologie, Archäologie und Geschichte, Kelten Römer und Mittelalter sollen miteinander verknüpft werden", sagt Kreisbeigeordneter Bardo Bayer. Zu den beispielhaften Projekten des Kreismanagements zählt die "Museumslandschaft Oberhessen", ein Zusammenschluss von 35 Museen, die sich in einer Imagebroschüre vorstellt.

Regionales Entwicklungskonzept Oberhessen

Parallel dazu erarbeitete der Verein Oberhessen zusammen mit dem Wetteraukreis das Regionale Entwicklungskonzept für die Region Oberhessen. "Sein zentrales Anliegen ist es, den ländlichen Raum des Altkreises Büdingen als attraktiven Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum weiter zu entwickeln", erklärt Bayer. Bei diesen Visionen für Oberhessen ist das Strukturkonzept eines von mehreren Bausteinen. Der Verein Oberhessen hat sich im Oktober beim Land Hessen mit seinem Entwicklungskonzept um Fördermittel beworben, wobei es auch um die Förderung aus EU-Töpfen geht. Stößt es auf Resonanz und werden Fördermittel bereit gestellt, kann der Verein Oberhessen ein so genanntes Regionalmanagement einsetzen, das unter einem breiterem Themenspektrum auch die Arbeit des Kreismanagements mit einbezieht und weiter entwickelt.


Erstellt am: 2007-12-05