Wetteraukreis macht mehr Geld für die Kultur-Region locker

Wetteraukreis macht mehr Geld für die Kultur-Region locker

Wetteraukreis macht mehr Geld für die Kultur-Region locker


In der Region zwischen Aschaffenburg und Main, zwischen Limburg und Darmstadt leben fünf Millionen Menschen. "FrankfurtRheinMain ist international bekannt und hat einen guten Klang. Die Region braucht aber auch ein gemeinsames, verbindendes und stärkendes Kulturverständnis mitsamt entsprechenden Handlungsstrategien", fordert Kreisbeigeordneter und für die Kultur zuständiger Dezernent Bardo Bayer.

Der Kreisausschuss ist deshalb seinem Vorschlag gefolgt, den Mitgliedsbeitrag für die KulturRegion Frankfurt RheinMain von 10 Cent auf 30 Cent pro Einwohner/in im Wetteraukreis im kommenden Jahr zu erhöhen.

Da die Städte Bad Vilbel, Bad Nauheim und Friedberg selbst Mitglied in der Kultur Region FrankfurtRheinMain sind, vermindert sich der Beitrag des Wetteraukreises um die Einwohnerzahl dieser Städte. Insgesamt wird der Wetteraukreis im kommenden Jahr rund 60.000 Euro für die KulturRegion Frankfurt RheinMain gGmbH bezahlen. Damit wird sich deren Budget wesentlich erhöhen. Dieses wird zu einer Verdopplung der Projektförderung einschließlich Planungs- und Gutachterkosten sowie Öffentlichkeitsarbeit führen. Auch die finanziellen Mittel für Personalkosten werden wesentlich erhöht. Immerhin wird europaweit ein geeigneter Kulturmanager für die Geschäftsführung der KulturRegion Frankfurt RheinMain gesucht.

Um im weltweiten Wettbewerb der Regionen bestehen zu können, braucht FrankfurtRheinMain Investitionen in international sichtbare und auch spektakuläre Kulturprojekte. Die Erhöhung der Mittel für die KulturRegion Frankfurt

RheinMain ist ein erster Schritt

In einem weiteren Schritt könnte es zur Bildung eines Fonds oder einer Stiftung kommen, aus der diese Leuchtturmprojekte auch finanziert werden könnten. "Hier sprechen wir aber von einer anderen Größenordnung, von etwa zwei Euro pro Einwohner/in." Damit könnte dann gegebenenfalls auch der Kulturpflichtverband vermieden werden, der nach dem Hessischen Ballungsraumgesetz zwangsweise eingerichtet werden könnte, um weit in die Region hineinstrahlende Kulturprojekte, wie etwa die Oper oder das Schauspiel in Frankfurt, wenigstens teilweise zu finanzieren. Begründet wird dies mit der Tatsache, dass ein Großteil der Besucherinnen und Besucher dieser Kultureinrichtungen aus der Region kommen.


Erstellt am: 2007-12-05