Kirchen zeigen moderne Kunst – Wasser als Quelle des Lebens

Kirchen zeigen moderne Kunst – Wasser als Quelle des Lebens

Kirchen zeigen moderne Kunst – Wasser als Quelle des Lebens


Sechs Kirchen im Wetteraukreis werden im Sommer des kommenden Jahres für eine Zeit lang zu Orten werden, wo man neben geistlicher Erbauung auch Kunstwerke genießen kann. In einem gemeinsamen Projekt des Wetteraukreises in Zusammenarbeit mit der evangelischen und katholischen Kirche in der Wetterau werden zwischen Anfang August und Mitte September 2008 Kirchen entlang der Nidda zu einem besonderen Event einladen. Das Motto der Aktion lautet: Wasser – Quelle des Lebens

Kirchen sind seit jeher Räume der Kunst. Bis zur Renaissance waren sie fast die einzigen Orte, wo Kunst überhaupt gezeigt wurde, nicht zuletzt, um den Gläubigen, die oft weder lesen noch schreiben konnten, mit Bildern und Skulpturen die biblischen Geschichten den Glauben nahe zu bringen. Die Kirche war das Schmuckstück einer jeden Gemeinde, häufig fand hier das kulturelle Leben des Ortes statt.

Die Funktion von Kirchengebäuden hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Die Kirchengebäude sind oft abseits des pulsierenden Lebens, auch des kulturellen Lebens. Viele Kirchen sind außerhalb der Gottesdienstzeiten verschlossen. Die architektonischen Besonderheiten und die Schönheit der Innenräume geraten immer mehr aus dem Blickfeld.

"Mit unserem Projekt wollen wir wieder Menschen in die Kirchen bringen, die ansonsten höchstens zu Feiertagen, zur Taufe, Hochzeit oder Konfirmation eine Kirche besuchen, hofft Ernst Rohleder, stellvertretender Dekan des Evangelischen Dekanats Wetterau

"Wir machen Kirchen zumindest für den Projektzeitraum wieder zu einem lebendigen, kommunikativen Zentrum im Ort", erläutert Brigitte Schäfer. Die Kunsthistorikerin, die regelmäßig in den Räumen der Frankfurter Galerie Appel eigene Ausstellungen organisiert, ist Kuratorin für das Projekt.

mit eigener Galerie in Frankfurt ist Kuratorin für das Projekt. Joachim Michalik, Pastoralreferent weist auf die mehrfache Bedeutung des Themas Wasser für die katholische Kirche hin, etwa bei der Taufe.

Den profanen Aspekt des Projektes betonten Landrat Rolf Gnadl und Erster Kreisbeigeordneter Oswin Veith. "Wir wollen mit der Aktion gemeinsam mit den beiden Kirchen auch auf die touristischen Möglichkeiten entlang unserer Niddaradroute aufmerksam machen. Zudem soll in das Projekt auch ein Künstler aus dem Wetterauer Partnerkreis Unstrut-Hainich eingebunden werden", sagte Landrat Rolf Gnadl im Rahmen der Pressekonferenz. Schließlich stamme die Projektidee aus unserem thüringischen Partnerkreis, wo Kunst in Kirchen schon zweimal erfolgreich durchgeführt wurde.

Sechs Kirchen

Beteiligt an dem Projekt sind die Christuskirche in Bad Vilbel, die Evangelischen Kirchen in Klein-Karben, Florstadt und Dauernheim sowie die beiden katholischen Kirchen in Niddatal Ilbenstadt und in Nidda.

Unter dem Motto: "Wasser - Quelle des Lebens". sollen sich Künstlerinnen und Künstler aus der Region mit dem Raum in oder vor der Kirche auseinandersetzen. Das können etwa Installationen mit Licht, aber auch solche mit Fahnen, Holz und Metall sein, oder etwas ganz anderes. Der künstlerischen Kreativität sind hier nur wenige Grenzen gesetzt. Begleitend zu den im Wochenrhythmus stattfindenden Veranstaltungen mit Musik und Lesungen, organisieren die Kirchengemeinden ein eigenes Programm mit Ausstellungen, Festen, Begegnungen und Kirchencafes. Wir wollen, dass richtig was los ist in den Gemeinden, schließlich sollen ja auch Tagestouristen angelockt werden.

Viele Unterstützer

Ohne tatkräftige organisatorische und auch finanzielle Unterstützung ist ein solches Projekt nicht zu stemmen. Landrat Gnadl und Erster Kreisbeigeordneter Veith dankten daher den vielen helfenden Händen die auch in die eigene Tasche greifen, um dem Projekt zum Erfolg zu verhelfen. Besonderer Dank geht an:

  • Die Stiftung der Evangelischen Kirchen Hessen Nassau,
  • die Sparkasse Oberhessen und die
    Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen,
  • die Firmengruppe Hassia,
  • den Zweckverband Regionalpark Niddaradweg und an die Städte
  • Bad Vilbel,
  • Karben,
  • Niddatal,
  • Florstadt und
  • Nidda.

Erstellt am: 2007-12-05