Von der ländlichen Region zur touristischen Destination

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Kreismanagement bringt touristische Wertschöpfung erfolgreich voran

Seit zwei Jahren liegt das umfangreiche Strukturkonzept "Kultur, Freizeit und Touristik" für den Wetteraukreis auf dem Tisch. Das Konzept weiterzuentwickeln und mit Leben zu füllen ist wesentliche Aufgabe des Kreismanagements. Diese externe Stelle ist beim Fachdienst Kreis- und Regionalentwicklung angesiedelt und der Vertrag wurde jetzt vom Kreisausschuss um ein weiteres Jahr verlängert. "Das Kreismanagement leistet engagierte Arbeit und mit der Verlängerung des Vertrages sichern wir die bislang erreichten Erfolge nachhaltig", begründet Dezernent Bardo Bayer die Entscheidung des Kreisausschusses.

Oberstes Ziel des Strukturkonzeptes ist es, die Wertschöpfung im Tourismus, der Kultur und der Freizeit im Wetteraukreis zu steigern. "In dem Maße, wie der Strukturwandel die Region verändert, wie schwindende Wirtschaftskraft Stellenabbau bedeutet, ist eine Region gehalten, nach neuen Wirtschaftsfeldern zu suchen", so Kreisentwicklungsdezernent Bayer. Für den zwischen Taunus und Vogelsberg liegenden Wetteraukreis bietet es sich an, seine regionalen Schätze im Sinne einer touristischen Wertschöpfung zu heben.

Zunächst geht es darum, strategische Ziele zu definieren und zu klären, wo die touristische Reise der Wetterau denn überhaupt hingehen soll. Die Ziele bauen aufeinander auf, und die zugeordneten Maßnahmen zu ihrer Umsetzung ergeben wie Mosaiksteine ein rundes Bild. Dafür zu sorgen, dass dieses Bild auch Realität wird, ist Aufgabe des Kreismanagers Bernd-Uwe Domes, dessen Vertrag mit dem Wetteraukreis der Kreisausschuss gestern verlängert hat.

"Eines der ersten und wichtigsten Ziele ist es, den Bürgerinnen und Bürgern zu vermitteln, welches Potential ihre Region hat und dass es sich dieses zu heben lohnt", erklärt Domes. Am Ende der Zielkette steht der Aufbau einer touristischen Vertriebsstruktur. Dazwischen geht es darum, Kompetenz auszubauen und Erfahrungen zu entwickeln, Wirtschaft, Kultur und Verwaltung miteinander arbeiten zu lassen, Vereine, Betriebe und Kommunen bei der Konzeption von touristischen Angeboten ins Boot zu holen.

"Wir starten solche Projekte, die eine hohe Entwicklungsrelevanz und nachhaltigen Effekten für die Region haben.", sagt Dezernent Bardo Bayer. Will heißen, Anstöße dort zu geben, wo sie den größten und nachhaltigsten Erfolg versprechen. Handlungsfelder gibt es genug und das Kreismanagement hat viele Anstöße schon gegeben: Sie reichen von angepassten Öffnungszeiten und gemeinsamen Aktionen der Museen bis hin zu Stadt-, Natur- und Kulturführungen, bei denen die Teilnehmer/innen das örtliche Potential vielleicht zum ersten Mal so richtig wahrnehmen. Branchengespräche und Workshops der Qualifizierungsoffensive mobilisieren Einzelhandel, Handwerk und Tourismusgewerbe. Im Bereich der regionalen Erzeugung und Direktvermarktung sorgen Landwirte und Gastronomie dafür, dass regional Erzeugtes auch regional vermarktet wird.


Erstellt am: 2006-12-06