Lich: „Verantwortliche Planung und wirtschaftliche Haushaltsführung“
Lich: „Verantwortliche Planung und wirtschaftliche Haushaltsführung“
Fachbereich Jugend, Schule und Soziales erstellt Haushaltsplan 2007
Die Haushaltsplanungen des Fachbereiches Jugend, Schule und Soziales für 2007 laufen auf Hochtouren. Dezernent Ottmar Lich ließ sich von Margot Bernd, kommissarische Fachbereichsleiterin, dieser Tage über den aktuellen Stand der Planungen informieren. "Handlungsmaxime ist eine sparsame und verantwortungsvolle Planung im Sinne wirtschaftlicher Haushaltsführung", betont Dezernent Lich, der aber auch deutlich macht, dass es im Budget des Fachbereichs keine Spielräume gibt für neue gesetzliche Aufgaben und Anforderungen.
Jugend, Soziales und Schule zählen zu den Bereichen mit dem größten Kostenaufwand. Umso mehr freut sich Kreisbeigeordneter Ottmar Lich, dass der Planansatz 2007 im Ausgabenbereich um insgesamt 2,8 Millionen Euro gegenüber dem Ansatz für dieses Jahr gesenkt werden konnte. "Der Fachbereich hat sich überzeugend der Verantwortung gestellt, einen erkennbaren Beitrag zur Konsolidierung der Finanzen des Wetteraukreises zu leisten", lobt Lich. Empfehlungen der so genannten 100. vergleichenden Prüfung des Hessischen Landesrechnungshofes wie eine verbesserte Zugangssteuerung zu Hilfemaßnahmen, werden beim Fachbereich Jugend, Schule und Soziales bereits in die Tat umgesetzt genauso wie der ständige Abgleich des Haushaltes mit aktuellen Hochrechnungen im Bereich Ausgaben, Einnahmen und der Entwicklung der Fallzahlen. Eine verantwortliche Haushaltsführung agiert immer im Gesamtzusammenhang, denn Ausgaben stellen die eine Seite der Medaille dar. Auf der anderen Seite stehen die eingesparten Kosten für teure Nachsorge, für stationäre Maßnahmen und viele langfristige Wirkungen. Lich: "Je stärker das gesamte Familiensystem in einer Krisensituation frühzeitig durch eine präventive Maßnahme stabilisiert wird, um so geringer sind die langfristigen volkswirtschaftlichen Einschränkungen, die im Einzelfall bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes führen können". Die Planungen für den kommenden Haushalt basieren auf den hochgerechneten Fallzahlen des aktuellen Jahres, die mittlerweile als sehr stabil angesehen werden. Im Vorfeld überprüften die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützt vom internen Controlling jede Haushaltsstelle.
Stellschrauben für Einsparungen
Nicht erst jetzt werden die Stellschrauben, mit denen der Fachbereich den Kostenrahmen enger ziehen kann, ausgemacht und an ihnen gedreht. Die Leistungsvereinbarungen, die der Wetteraukreis in der Vergangenheit mit den einzelnen Trägern geschlossen hat, haben sich als vorteilhaft für beide Seiten erwiesen. "Sie bieten den Trägern Planungssicherheit und bedeuten für uns, dass wir das klar definierte Leistungsspektrum kennen, das wir quasi für die Hilfen im Sozial- und Jugendhilfebereich einkaufen", so Lich.
Hinzu kommen die verstärkten Anstrengungen im Bereich der Einnahmen des Fachbereiches. Lich: "Gerade hier haben wir große Verbesserungen erreicht, dazu in diesem Jahr erfolgreich den Zentralen Forderungseinzug eingeführt." Was das bundesweit bekannte Problem der Rückstände in der Unterhaltsvorschusskasse angeht, hat der Fachbereich sich als Ziel für 2007unter anderem vorgenommen, Zahlungen mit Nachdruck zu verfolgen und Väter so stärker an ihrer Verantwortung für ihre Kinder zu beteiligen. Wenngleich Fachleute wissen, dass hierzu ein hoher personeller Aufwand erforderlich ist, soll das Ziel zunächst durch interne Umorganisation im Sinne einer Spezialisierung erreicht werden. Ein Konzept hierfür wird zur Zeit in der Verwaltung erarbeitet. "Ziel ist eine qualitativ hochwertige Arbeit unter effektivem Einsatz der Ressourcen und Nutzung sämtlicher Synergien", so Dezernent Lich.
Ein weiterer Beitrag zur Kostensenkung soll durch die anstehende interne Umorganisation nach den großen gesetzlichen Veränderungen durch die Hartz IV-Gesetzgebung gegeben werden, die mittelfristig auch zu klaren Einsparungen im Bereich der Personalkosten führen wird. Und schon jetzt wird bei jeder neuen gesetzlichen Aufgabe, zum Beispiel der Erteilung der Pflegeerlaubnis für Tagesmütter und -väter, geprüft, inwieweit dies durch interne Personalentwicklungsmaßnahmen ausgeführt werden kann.




