Hessen feiert Geburtstag – die Wetterau feiert mit
Hessen feiert Geburtstag – die Wetterau feiert mit
Am Freitag jährt sich zum 60. Mal das überwältigende Ja der Hessen zu ihrer Verfassung. Am 01. Dezember 1946 haben 76 Prozent der Hessinnen und Hessen der Verfassung ihre Zustimmung gegeben. Damit hat die Demokratie in Hessen ihre äußere Form gefunden. Zu diesem Tag gibt es im ganzen Land eine Vielzahl von Veranstaltungen.
In der Wetterau laden für
Samstag, den 02. Dezember 2006,
19:00 Uhr,
Landrat Rolf Gnadl, Büdingens Bürgermeister Erich Spamer und der Vorsitzende des Büdinger Geschichtsvereins, Willi Luh, zu einer zentralen Veranstaltung
in den Stadtverordnetensitzungssaal
im Heuson-Museum
nach Büdingen ein.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht neben den Grußworten der Gastgeber ein Festvortrag von Dr. Volkmar Stein über „60 Jahre Demokratie in Hessen und in der Wetterau“.
Dr. Volkmar Stein wird in seinem Vortrag darstellen, wie die Demokratie in Hessen neu geboren wurde und was sie in den vergangenen sechs Jahrzehnten geleistet hat. Lokale Bezüge werden vor allem zur Stadt und zum Landkreis Büdingen hergestellt.
Ausgehend von der Präambel der hessischen Verfassung, wird der Festvortrag über „Sechzig Jahre Demokratie in Hessen und in der Wetterau“ darzustellen versuchen, wie die Demokratie in diesem Land neu geboren wurde und was sie in den vergangenen sechzig Jahren geleistet hat. Lokale Bezüge wird er vor allem zur Stadt und zum Landkreis Büdingen herstellen.
Zuerst wird von den Zielen und Strategien der Amerikaner die Rede sein, in deren Besatzungszone Hessen lag und die seine Grenzen bestimmten. Demokratie sollte nach ihren Vorstellungen von unten, der Basis her aufgebaut werden, und so geschah es auch. In Büdingen residierte die Militärregierung in dem Gebäude, das im Volksmund noch immer nach ihr benannt wird, und beobachtete kritisch, was sich vor ihren Augen tat.
Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung hatte damals ganz andere Sorgen als die um die Wiederherstellung der Demokratie. Der Kampf ums Überleben in einer Zeit großen Mangels nahm die meiste Energie weg. Diese Situation wird der zweite Teil der Festrede bestimmen.
Dennoch konnten in überraschend kurzer Frist demokratische Strukturen aufgebaut werden. Es fanden sich fast überall Männer und auch Frauen, die den politischen Neubeginn in Gang setzten. Ihr Engagement ist zu würdigen. So gelang den vier in Hessen zugelassenen Parteien und unabhängigen lokalen Wählergruppen, freilich unter Schwierigkeiten und in unterschiedlichem Maße, sich zu organisieren und zu den Wahlen des Jahres 1946 auf allen Ebenen bis zu der des Landes ein personelles und programmatisches Angebot zu machen.
Der letzte Teil wird der Versuch sein, einige wesentliche Leistungen der Demokratie in Hessen zu würdigen.
Erstellt am: 2006-11-30
zum Seitenanfang
Diese Seite drucken




